Begriffserklärungen

Für Diejenigen, die noch keinerlei Kontakt zum Thema Wassersport hatten versuche ich hin und wieder wichtige Begriffe zu erklären. Zu Beginn waren die genannten Begriffe oft Teil meiner Google-Suchen.

Begriffserklärung Teil I – Hausboot, Wohnschiff, Sportboot, Floating Lofts

Hausboote sind schwimmende Häuser, welche noch bewegt werden können. Entweder durch ein anderes Boot, was das Hausboot schiebt, oder durch einen eigenen Antrieb. Die Zulassung eines Hausbootes ist eine andere als die eines Sportbootes. Es benötigt alle paar Jahre ein Schwimmfähigkeitsnachweis und muss durch das WSA zugelassen werden. Hausboote sind nicht besonders beliebt bei Marinas und Stegbetreibern. Viele lehnen es ab Hausboote in Ihre Anlage zuzulassen. Sportboote sind Motorboote und Segelboote bis zu einer Länge von 21m, welche dem Freizeitvergnügen dienen. Auf dem Rhein ist ein Sportboot auf 15m begrenzt. Die Zulassung erfolgt ebenso über das WSA, es bedarf aber keiner Überprüfung alle paar Jahre. Wohnschiffe sind quasi Hausboote mit der Zulassung eines Sportbootes. Es sind meist alte Berufsschiffe, welche dann zum wohnen ausgebaut wurden. Floating Lofts sind Häuser auf Stelzen, welche über dem Wasser gebaut werden. Sie haben nichts mehr mit Booten zu tun, aber sind auch eine Form des Lebens am Wasser.

Begriffserklärung Teil II – Dalben

Bei den so oft erwähnten Dalben handelt es sich um „Pfosten“, die für das Anbinden eines Bootes dienen.

Begriffserklärung Teil III – Aufstoppen

Aufstoppen nennt man das Anhalten eines in Fahrt befindlichen Bootes. Die Schwierigkeit besteht, zumindes bei Booten mit Wellenantrieb, dabei, ein Versetzen des Bootes entgegen zu wirken. Das versetzen des Bootes entsteht durch den sogenannten Radeffekt.

Begriffserklärung Teil IV – Radeffekt

Der Radeffekt bezeichnet das seitliche Versetzen des Hecks bei Schiffen mit Maschinenantrieb. In welche Richtung das Heck versetzt, hängt von der Drehrichtung des Propellers ab. Beim Treuen Gesellen ist es so, dass sich der Propeller im Vorwärstgang rechtsdrehend ist. Das hat zur Folge, dass das Heck im Rückwärtsgang nach Backbord versetzt wird – ganz unabhängig wie das Ruder steht.Beim Gesellen ist dieser Effekt durch die Trägheit besonders stark ausgeprägt, was hilfreich, oder nachteilig beim Manövrieren sein kann.

Begriffserklärung Teil V – Aufdoppeln

Gerade bei alten, genieteten Booten wird oft aus das Aufdoppeln zurückgegriffen. Dabei werden Stahlplatten von unten auf den Rumpf geschweißt um die Materialdicke zu verstärken.

Begriffserklärung Teil VI – Echolot

Das Echolot ist ein Hilfsmittel, welches zum „Scannen“ des Gewässergrundes genutzt wird. Meist befindet sich ein Bildschim im Cockpit und zeigt so die Tiefe des Gewässers an, zeigt Hindernisse und manchmal auch Fischschwärme.

Begriffserklärung Teil VII – Navigationslichter

Ähnlich wie im Straßenverkehr gibt es Vorschriften bei der Lichterführung. Navigationslichter helfen, die Schiffsgröße, -lage und den -typ auch nachts und bei schlechter Sicht aus größerer Entfernung zu erkennen. Es gibt Seitenlichter, ein Topplicht, ein Ankerlicht und ein Hecklicht. Wer Interesse an weiteren Informationen haben sollte, empfehle ich den Besuch der BSH-Seiten: Lichterführung und Schallsignalanlagen

Begriffserklärung Teil VIII – Bugstrahlruder

Ein Bugstrahlruder ist im eigentlichen Sinne kein Ruder. Es ist ein eigener kleinerer Motor, welcher eine Schraube antreibt, die in einem Rohr im Vorschiffbereich rotiert. Damit kann der Bug nach Backbord oder Steuerbord versetzt werden. Gerade wenn der Wind das Schiff seitlich versetzt ist ein Bugstrahlruder sehr hilfreich.