Das Holzboot

Ausflug in die Holzbootabteilung.

Vor einem Jahr war es dann soweit. Der Gesell hat Konkurrenz bekommen. Schon von vielen Leuten aus dem Booteforum wurde ich gewahrnt: „Selten bleibt es bei einem Boot.“

Seit einigen Jahren besuche ich die Boot&Fun in Berlin. Ich schlendere durch die Hallen und habe einen schönen Tag mit meinen Freunden. Die „Favoritenhalle“ ist immer die der klassichen Schiffe – der Holzboote. Jedes Mal komme ich ins Schwärmen und Träumen.

Bootsbesitzer sind ständig unterwegs in diversen Börsen und schauen sich um. Und so kam es,  dass ich eines Tages ein mir bekanntes Boot bei Ebay fand. Es war eines der traumhaft schönen Boote aus der Klassikerhalle der Boot&Fun. Ein Autoboot aus dem Jahr 1961. Gebaut in Malchow.

Keine Frage: das musste ich haben. Eine Besichtigung später und ein fixer Handel und der Deal war gemacht.

Da hatte ich noch keine Ahnung wie viel Arbeit so ein „kleines“ Holzboot macht. Schon nach dem ersten Winter sah das Deck nicht mehr so edel aus und wollte von mir überarbeitet werden. Für mich stand fest: ich trenne mich vom Holzboot und konzentriere mich auf den Gesellen. Vor dem Verkauf stand aber die Restauration des Decks an.

Zeitlich passte mir das garnicht in den Kram. Das ZDF hatte nämlich Interesse daran, das Boot in der Sendung „Bares für Rares“ vorzuführen. Davor musste jedoch ein Gutachter den Wert des Bootes ermitteln. Da würde es für ein nicht perfektes Deck selbstverständlich Abzüge geben. Also ran an die Arbeit.

Ich entfernte in mühsamer Arbeit den alten Lack mit einer Ziehklinge, einem Heißluftföhn und dem Exenterschleifer. Danach ölte ich das Deck mit dem aus dem Mastbau bekannten D1 um das Holz zu schützen. Und dann? Dann wäre Zeit für D2, aber mein Urlaub nach Israel stand an.

So mussten Flroi und Leon ran umdas Deck fertig zu streichen und die Applikationen wieder anzubringen und den Transport von Berlin nach Schwerin zu organisieren – Ein riesen Danke dafür an dieser Stelle.

Ich habe das Ergebniss dann erst in Schwerin gesehen und war zufrieden mit der Arbeit der beiden – bin aber auch nichts anderes gewohnt.

Leider kam es dann bei der Sendung zu keinem Verkauf, was für mich aber nur kurz eine Enttäuschung darstellte. Schließlich konnte ich es, schön wie es jetzt war, endlich ausgiebig benutzen. Es steht auch in der Rummelsburger Bucht und wird dort für einen gelegentlichen Sonntagsausflug genutz. Dennoch es steht zum VERKAUF.